Aktualisiert 21.03.2021    9:49 

                                  Hachenburger in allen Variationen!

  Seit mehr als 30 Jahren unser Getränk beim Lauftreff Puderbach!

Im Namen des Vorstand "Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V."  ganz herzlichen Dank für die erneute Unterstützung mit einem Lehrerstipendium von der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP !!!!

-Dietrich Rockenfeller Schatzmeister-

Westerwälder Zeitung vom 05.03.2021

Danke an ALLE  B E T E I L I G T E  für dieses sensationelle Spendenergebnis zum 34. Hachenburger Löwenlauf, der diesmal als Spendenlauf durchgeführt werden konnte.

Die 35.Auflage findet dann hoffentlich wieder in der gewohnten Art und Weise statt!                                                                                  Termin 16. Oktober 2021 

27. Februar 2021. Scheckübergabe vor der Hachenburger Brauerei. Kevin Walterschen (Orga-Leiter Löwenlauf und Patricia Schuchman (1. Vors, DJK Marienstatt) konnten an den Vorstand des Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V. - Dr. Anke Strenge Hesse (1. Vors.) Carla von Bibra-Scheider (2. Vors.) und Dietrich Rockenfeller (Schatzmeister)

einen Scheck über  s e n s a t i o n e l l e  7000 €uro übergeben! Einen großen Anteil am Spendenerfolg hat auch die Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn, die mit der Leichtathletikabteilung der Wäller Ski-Gemeinschaft (WSG) Bad Marienberg an den Start ging! Auch die Kinder und Eltern der Kita Pusteblume in Mündersbach hatten sich mit vielen gelaufenen Kilometern an der Aktion Spendenlauf beteiligt!!  Seitens des Lauftreffs Puderbach war der 8 jährige Julius Lichtenberg jüngster Kilometersammler (21 km!!) 

Infolge Corona konnte die größte Volkslaufveranstaltung im nördlichen Rheinland/Pfalz, der 34. Löwenlauf Hachenburg, nur virtuell durchgeführt werden. Umso höher ist diese phantastische Spendensumme zu bewerten, die wie immer den Kindern in Chennai und der Dorfambulanz im Zion Home in Südindien zugute kommt!!

                                                           Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V.              

Corona bedingte Besonderheiten ab 2020 - das Umfeld für unsere Projekte

(Emails/Telefonate mit Hemalata zwischen März 2020 und Februar 2021) 

                                                                                              Zusammenfassung

 

Wegen CORONA waren über die letzten Monate die Schulen und Geschäfte in Indien immer wieder über lange Phasen geschlossen, ebenso haben öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Züge ihren Dienst eingestellt. Die Grenzen zwischen Tamil Nadu /Chennai und Andra Pradesh/Surutupalli waren teilweise über längere Zeiten zu. Auch der kleine Grenzverkehr zwischen Tamil Nadu und Andra Pradesh war eingeschränkt, so dass Lehrer der Zion Elementary School und Teammitglieder der Dorfambulanz, die normalerweise täglich die wenigen Kilometer mit dem Bus aus Tamil Nadu einreisen, zeitweilig nicht zur Arbeit kommen konnten. Die Heimleiterin Hemalata konnte das Zion Heim und die Dorfambulanz auf dem Lande im benachbarten Bundesstaat für mehrere Wochen nicht besuchen. Die Dorfambulanz musste ab April über viele Monate auf behördliche Anweisung geschlossen bleiben, da nur staatliche Krankenhäuser geöffnet bleiben durften. Dennoch war die Ärztin Hazel vor Ort, da Patienten doch immer wieder wegen Beschwerden und benötigter Medikation vorbeikamen. Ab Dezember 2020 ist die Dorfambulanz wieder geöffnet. Viele Kinder mussten im Frühjahr 2020 auf behördliche Anweisung die Heime verlassen und zu Verwandten geschickt werden, sofern diese kontaktiert werden konnten. Ein Teil der Kinder aber ist im Heim in Chennai geblieben und durfte das Gelände nicht verlassen. Geschäfte und auch Märkte für Lebensmittel mussten über lange Zeiten schließen, so dass nicht nur die Versorgung, sondern auch viele Existenzen in große Not geraten sind. Eltern baten seit dem Sommer ihre Kinder wieder in die Heime schicken zu dürfen, da viele wegen Arbeitslosigkeit sie nicht mehr ausreichend versorgen konnten. In den letzten Wochen sind aus der näheren Umgebung Kinder wieder mit Tuktuks, die gelegentlich fahren dürfen, ins Heim zurückgekehrt. Der öffentliche Verkehr im großen Stil findet nach wie vor nicht statt. Die Regelungen über Schließungen und Öffnungen von Schulen etc. sind überwiegend in der Hand von regionalen Entscheidungen - daher ist das Bild sehr unübersichtlich. Durch die enormen Überschwemmungen im Herbst 2020 waren große Ernteverluste zu beklagen. Im Umfeld des Zion Home waren die Straßen zeitweise unpassierbar und auch die Versorgung mit dem Nötigsten damit erschwert. Schulen waren ab Januar 2021 in Chennai wieder geöffnet für die Klassen 8 bis 12. Allerdings wurden die Kinder Mitte Januar nach einem erneuten Anstieg der Todeszahlen in Chennai wieder zu Verwandten geschickt wegen großer Furcht vor einer "zweiten Welle". Anfang Februar gab es per Zeitung und Fernsehen die Aufforderung an Schüler nach Klassen gestaffelt unter Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen zur Vorbereitung der Prüfungen im März/April ab 8.2. wieder in die Schulen zurückzukehren.

 

 

CORONA bedingte Besonderheiten - chronologisch

26.03.2020 Sämtliche Geschäfte in Chennai sind geschlossen - auch die Behörden. Geöffnet sind nur lokale Märkte – von 6 bis 8 Uhr morgens. Keiner darf das Gelände des Kinderheims betreten bzw. verlassen (Ausnahme zum Einkauf). Nur 1 Person (+ Fahrer) darf unterwegs sein. Die Grenzen zwischen einzelnen Bundesstaaten sind geschlossen. Hemalata kann derzeit nicht nach Andra Pradesh zum Zion Home fahren. Polizisten aus dem Norden, die Hindi, aber weder Tamil noch Telugu sprechen, überwachen die Einhaltung, so dass auch mit persönlichen Kontakten kein kleiner Grenzverkehr möglich ist. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht. Damit können die meisten Teammitglieder des Zion Home, die jenseits der Grenze wohnen, nicht zur Arbeit kommen. Die Dorfambulanz soll aber zunächst - wie alle Krankenhäuser - geöffnet bleiben. Es gibt keinerlei Schutzkleidung bzw. -ausrüstung zu kaufen, da die Bestände des Medikamentengroßhandels von der Regierung übernommen wurden. Schulen sind auch in Andra Pradesh geschlossen. Die Behörden haben Hemalata aufgefordert, dass unbedingt alle Kinder Chennai verlassen und zu ihren Verwandten fahren sollten. Sofern sie Angehörige telefonisch erreichen kann, schickt sie die Kinder dorthin. Etwa 70 Kinder bleiben in Chennai im Heim. Im Zion Home sind noch ca. 10 Kinder vor Ort.

 

29.4.2020 Gegen Ende April steigen die Infektionszahlen in Chennai und Andra Pradesh; viele Personen sind in Quarantäne-Lagern ohne ausreichende Nahrung und medizinische Versorgung. Sobald jemand infiziert ist, müssen alle Familienmitglieder und Kontaktpersonen sofort für mind. 14 Tage in Quarantäne (untergebracht in Schulen, Veranstaltungshallen) . Innerhalb von 1 Woche sind die Zahlen in Chennai von 200 auf 1700 gestiegen. Viele Menschen sind arbeitslos geworden und Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V. www.kinderheim-dorfambulanz-suedindien.de Seite 3 von 5 versuchen auf der Suche nach Arbeit in andere indische Staaten zu gelangen. Sie werden zurückgeschickt, aber aus Angst vor Ansteckungen nicht mehr zurückgelassen und stranden entlang den Grenzen ohne Arbeit, Unterkunft und Nahrung. Die Krankenhäuser in Chennai sind voll, viele Menschen sterben. In Chennai besteht Ausgangssperre, Geschäfte, auch Lebensmittelläden, Schulen, Flughafen, Post, private Krankenhäuser sind geschlossen, keine öffentlichen Verkehrsmittel, auch keine Tuktuks sind erlaubt. Nur staatliche Krankenhäuser sind geöffnet. Auf dem Schwarzmarkt sind die Preise um das 20-30 fache gestiegen.

 

5.5.2020 Der Lockdown ist verlängert bis zum 17.5. und sowohl Chennai als auch Andra Pradesh wurden zur roten Zone erklärt; die Behörden kontrollieren sehr streng. Kleine Bankinstitute sind geschlossen, größere nur 2 Std./Tag geöffnet. Kliniken starten mit Testungen bei Patienten, die mit Symptomen in Kliniken eingeliefert werden. Die Bevölkerung ist aufgefordert sich bei Symptomen testen zu lassen; allerdings ist die Bereitschaft nicht groß, da zu befürchten ist, dass alle Familienmitglieder dann in Quarantäne müssen - bei schlechter Versorgung . Die Regierung bittet die Bevölkerung um Spenden für die Verpflegung der Patienten in Quarantäne. Medizinische Masken sollen getragen werden, aber derzeit gibt es kaum welche zu kaufen oder sie sind sehr teuer; auch gibt es kein Desinfektionsmittel. Viele Personen, die sich nach dem Verlust ihrer Arbeit auf den Weg in ihre Heimatdörfer gemacht haben, sind an den geschlossenen Landesgrenzen gestrandet und viele dort verstorben. Es gibt Personen, die versuchen die Gestrandeten mit dem Nötigsten zu versorgen. Da wegen steigender Infektionszahlen auch der große Gemüsemarkt in Chennai geschlossen ist, muss die Versorgung jetzt auf dem Schwarzmarkt erfolgen. Schulen sind geschlossen, die Lehrer zu Hause. Kinder im Heim langweilen sich und müssen zugleich vor Ansteckung geschützt werden.

 

4.6.2020 Weitere Verlängerung des Lockdowns von Ende Mai bis Ende Juni wegen Anstieg von Corona in Chennai und Andra Pradesh. Eine finanzielle Krise für die Regierung, da sämtliche Industriebetriebe geschlossen sind, ebenso alle Schulen, Universitäten, Restaurants, Hotels etc.; keine Steuereinnahmen, da keinerlei Einkünfte. Preisanstieg zwischen 50 und 100%. Lebensmittel sind nur auf dem Schwarzmarkt zu haben. Zu den Problemen wegen Lockdown und Corona kommen die sich sehr plötzlich bildenden starken Stürme (Cyclones) und die extreme Hitze. Viele Mangobäume sind entwurzelt. Außerdem sind die Schwärme von Heuschrecken aus Afrika jetzt auch in Andra Pradesh angekommen und vernichten die Felder. Die Regierung sprüht Desinfektionsmittel gegen Corona und die Bauern gegen die Heuschrecken. Hemalata schreibt, es fühle sich an wie Weltuntergang. Dazu kommt, dass der Grundwasserspiegel weiter absinkt.

 

21.6.2020 In Chennai ist der Lockdown wieder verschärft worden: alle Geschäfte und Banken sind geschlossen. Die fehlenden Einnahmen des Staates sind zunehmend ein großes Problem: Es ist schwierig auf dem Schwarzmarkt Lebensmittel zu erhalten. Sobald bekannt wird, dass es irgendwo etwas zu kaufen gibt, strömen die Leute dorthin. Preise für Grundnahrungsmittel sind um ein Mehrfaches angestiegen. Keiner darf Chennai verlassen oder nach Chennai einreisen. Somit können auch Fahrten ins Zion Home nicht stattfinden und auch keine Medikation geliefert werden. Die Schulen wurden entgegen der Planung für die Prüfungen zum Ende des Schuljahres (Anfang Juni) doch nicht geöffnet- die Prüfungen fanden alle nicht statt. Stattdessen haben alle Schüler als Abschlussnoten die Noten des letzten Halbjahreszeugnisses erhalten. Die Behörden fragen bei Hemalata an, ob sie - entgegen der Anordnung im März möglichst alle Kinder von jetzt auf sofort wegzuschicken - jetzt wieder Kinder aufnehmen könne. Hintergrund ist, dass viele Personen bei den staatlichen Stellen anrufen, weil sie kein Geld mehr haben um sich und ihre Kinder zu versorgen. Die Behörden sichern zu, dass Kinder nur wieder ins Heim geschickt werden, nachdem sie getestet wurden. Unklar ist, wie die Kinder überhaupt ins Heim gelangen sollen, da keine Busse und Bahnen fahren!

 

17.7-.2020 Seit 2 Wochen sind die Infektionszahlen in Chennai nochmals angestiegen. Hemalata

macht sich Sorgen um die Sicherheit der noch verbliebenen Kinder, wenn- wie angekündigt - weitere

Kinder anreisen sollten. Sie kontaktiert die Verwandten und bittet sie die Kinder möglichst jetzt nicht

zu schicken und bietet ihnen an Reis und Gemüse zur Verfügung zu stellen. Allerdings müssen sie

diese Verpflegung selbst im Heim abholen. Es gibt kein Fleisch mehr zu kaufen; Gemüseläden sind für

1 bis 2 Std. jeden 2. Tag geöffnet.

Die Corona-Maßnahmen ändern sich ständig. Die Regierung informiert darüber, dass die Plätze im

Krankenhaus knapp sind und keine Medikation zur Bekämpfung des Virus vorhanden sind. Alle sind

aufgefordert eigene Vorkehrungen zu treffen: Abstand halten und Masken tragen. Masken sind

teuer-Der Ministerpräsident Moodi ruft seine Landsleute auf die eigene Immunität zu stärken. Er

propagiert eine Suppe aus Ingwer, Pfeffer, Safran und einem Löffel Honig - entsprechend versuchen

sich viele daran zu halten.

Grenzen zwischen den Bundesstaaten sind geschlossen; ein Übertritt ist nur mit behördlicher

Genehmigung möglich. Hemalata wird versuchen eine behördliche Genehmigung zu erhalten, damit

sie nach 3 Monaten wieder einmal zum Zion Home fahren und auch Medikamente dorthin bringen

kann.

 

24.7.2020 Mit Sondererlaubnis darf Hemalata zum Zion Home nach Andra Pradesh fahren. Sie

kehrt schnell wieder nach Chennai zurück, weil wegen steigender Infektionszahlen die Grenze zu

Tamil Nadu wieder geschlossen wird. Hemalata ist in Kontakt mit den Kindern, die derzeit nicht im

Heim leben können, und die sich darauf freuen wieder endlich in die Schule zu gehen.

 

14.8.2020 In Chennai besteht nach wie vor ein totaler Lockdown: keine Flüge, keine Züge, keine

Busse. Der Verkehr in Chennai ist eingestellt – daher ist es still vor dem Webb`s Home... eine sehr

besondere Situation und Hemalata erfreut sich an Vogelgezwitscher...

Die Krankenhäuser sind überlastet und haben Hotels angemietet. Leute stehen Schlange vor den KH

um sich behandeln zu lassen; immer wieder gibt es tragische Berichte von an Corona Verstorbenen,

die unbeachtet liegen bleiben und von keinem abgeholt werden. Die Bestattungsorte sind völlig

überlastet; Familien haben Angst vor Ansteckung und kümmern sich daher nicht um ihre eigenen

Verstorbenen. Die Versorgungssituation ist weiterhin sehr problematisch. Derzeit sind ca. 70 Kinder

im Heim.

Viele Eltern fordern die Öffnung der Schulen, andere haben Angst vor den Folgen. Wenn die Schulen

Anfang September für die Prüfungen öffnen sollten, müssten zuvor erst wieder alle Busse fahren.

In Andra Pradesh sind die Infektionszahlen auch weiterhin sehr hoch.

 

6.9.2020 Die Situation ist nach wie vor sehr unübersichtlich:

In Chennai fahren seit Anfang September einige Busse auf den Hauptstrecken. Man will prüfen, wie

sich dies auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Abstand im Bus ist dabei keine Alternative...

35-40 Kinder kamen zurück ins Heim mit entsprechenden Dokumenten von den

Gesundheitsbehörden, dass sie frei von Corona sind. Weitere Kinder, die solche Dokumente nicht

hatten; wurden zunächst ins Krankenhaus gebracht, wo wie dann auch getestet wurden (negativ).

Derzeit sind ca. 90 Kinder im Heim. Die Kinder alle 'bei Laune' zu halten sei eine Herausforderung.

Sehr problematisch ist derzeit die Situation überall auf dem Land, denn die Infektionszahlen steigen

stark.

Die Schulen haben Anfang September nicht - wie geplant - wieder aufgemacht; zunächst wurde der

Start wieder verschoben. Viele Eltern sind nach wie vor gegen eine Öffnung, weil sie die Erkrankung

ihrer Kinder fürchten. Wann die Schulen öffnen ist unklar. Zum offiziellen Schuljahresende (12.

Klasse) haben die Schüler ihre Zeugnisse auf Basis der bisherigen Noten erhalten.

Der Nachbarstaat Andra Pradesh ist derzeit noch am schlimmsten betroffen; es fahren keine

öffentlichen Verkehrsmittel. Die Dorfambulanz ist noch bis Ende September geschlossen; allerdings

melden sich Patienten, wenn sie eine Anschlussmedikation benötigen. Das Personal kann nach wie

vor nicht zur Dorfambulanz kommen. Hemalata war Anfang September mit Sondererlaubnis für 2

Tage im Zion Home. Im Zion Home sind derzeit 10 Kinder.

 

7.10.2020 Schulen starten langsam wieder. Auch im Zion Home unterrichten beide Lehrer

wieder - allerdings sind noch nicht alle Kinder anwesend. Alle müssen draußen Masken tragen.

Öffentliche Verkehrsmittel fahren noch nicht regelmäßig.

Wassermangel ist ein großes Problem: nicht nur der Fluss gegenüber dem Heim ist seit langem völlig

trocken, sondern auch die Hochbrunnen auf dem Gelände der Mango-Plantagen haben kein Wasser

mehr. Wasser wird derzeit gekauft und geliefert.

 

29./30.10.2020 In Tamil Nadu (Chennai) und Andra Pradesh (Zion Home) steigen die COVID-

Infektionszahlen erneut an und in beiden Staaten gibt es einen erneuten partiellen Lockdown: Busse

und Züge fahren nicht, öffentliche Versammlungen, Theater und religiöse Zusammenkünfte sind

abgesagt und Einkaufszentren (Malls) wurden geschlossen. Bildungsinstitutionen (Schulen, Unis etc.)

sind zum 2. Mal geschlossen. Es wird online Unterricht für die Schüler angeboten.

Wegen starker Regenfälle und Überflutungen wurden viele Highways und Brücken zerstört. Der

Verkehr ist großflächig zum Erliegen gekommen. Häuser, Straßen und Ernten stehen unter Wasser.

Viele Häuser sind zusammengestürzt, Menschen in den Fluten gestorben.

Viele Unternehmer haben ihre Geschäfte seit April (!) geschlossen und sind sehr verärgert über die

Regierung. Sie haben die Regierung um finanzielle Unterstützung gebeten für ihren Familienunterhalt

und um Steuererleichterungen. Sie streiten mit den Gewerkschaften. Aber die Regierung hat kein

Geld, da viele Unternehmen seit langem in ganz Indien geschlossen sind und die Einnahmen für den

Staat fehlen.

 

30.12.2020 Es wird vor dem Beginn einer 2. Welle von CORONA Infektionen gewarnt, die

gefährlicher sein wird. Leute dürfen ihre Häuser nicht verlassen; Zusammenkünfte sind verboten.

Weitere Kinder aus der näheren Umgebung sind ins Heim zurückgekehrt, teilweise per Tuktuk, da

noch keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Weitere Kinder werden erwartet, sobald diese wieder

fahren.

 

13.1.2021 Die Schulen für die Klassen 8/9/10/11/12 sind wieder geöffnet. Es sind ca. 120 Kinder

in Chennai. Noch fahren die Züge nicht.

 

24.1.2021 Mitte Januar kamen die Kinder nach dem Pongal Fest wieder in Teilen zurück ins

Heim. Wegen Erhöhung von Todeszahlen durch COVID in Chennai (ca. 4000) haben die Behörden

danach angeordnet, Kinder - soweit möglich – wieder zu ihren Familien zu schicken, um eine erneute

Infektionswelle zu verhindern. Geöffnete Schulen bieten seitdem wieder online Unterricht an.

Transport der Kinder ist schwierig, da öffentliche Verkehrsmittel nicht fahren.

 

3.2.2021 Das Bildungsministerium in Tamil Nadu hat per Zeitung und TV alle Schüler der 9. bis

12. Klasse aufgefordert, ab 8. Febr. und Schüler der Klassen 1 bis 8 ab 15. Febr. wieder in die Schulen

zu kommen zur Vorbereitung von Prüfungen im März/April. Zu diesem Zweck werden schrittweise

Busse eingesetzt und das COVID Geschehen beobachtet. Auch alle Kinder des des Heimes sollen unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen wieder die Schulen besuchen. 

 

 

Lauftreff Puderbach übergab Spendenscheck an das

Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V.

 

                                                                                              Fotos Lauftreff Puderbach Dietrich Rockenfeller